Sie etwa auch?
Jeder hat mindestens Einen im Bekanntenkreis, der praktisch im Minutentakt sein Nasenspray zückt und sich „einen Schuss“ setzt. Während dieses Verhalten bei Vielen eine Art des Bedauerns oder Belächelns hervorruft, kann es für den Betroffenen ernsthafte Probleme nach sich ziehen.
Machen Nasensprays süchtig?
Ganz einfach: Ja, genau das tun sie! Die meisten in der Apotheke erhältlichen Nasensprays beinhalten die Wirkstoffe Xylometazolin oder Oxymetazolin. Diese Stoffe (Parasympathomimetika) wirken an einem bestimmten Nerv (Parasympathikus) und bewirken, dass sich Nasenschleimhäute zusammenziehen. Das passiert innerhalb weniger Sekunden, und der Geplagte kann wieder frei durchatmen. Gerade diese kurze Wirkzeit macht Nasensprays so beliebt. Leider gewöhnt sich der Körper sehr schnell an diese willkommene Abhilfe, die Sucht nimmt ihren Lauf. Wird das Nasenspray jetzt abrupt abgesetzt kommt es zu einer massiven Anschwellung der Nasenschleimhäute, die für die Meisten als unerträglich empfunden wird.
Des Weiteren zeigen sich bei vielen „Abhängigen“ die gleichen Stimmungsschwankungen wie bei Drogenabhängigen, wenn sie den „kalten Entzug“ vom Nasenspray wagen.
Weitere Nebenwirkungen
Nasensprays trocknen erwiesenermaßen die Nasenschleimhäute aus, was sie wiederum empfänglicher für alle Arte von Bakterien, Viren und andere Keime macht.
Die Natürliche Schutzfunktion der Schleimhäute ist durch den Missbrauch des Nasensprays massiv beeinträchtigt, was wiederum zur Folge hat, das eine Erkältung einfach aufrecht gehalten wird.
So kommen Sie vom Spray „runter“
Das abrupte Absetzen des Nasensprays wird Sie die ersten Tage stark beeinträchtigen. Ihre Nase wird dauerhaft verschlossen sein, und auch in der Nacht werden Sie das ein oder andere Mal sicherlich aufwachen, weil Sie keine Luft durch die Nase bekommen.
Sollten Sie es gar nicht mehr aushalten, können Sie im Notfall auf Nasensprays oder -tropfen mit geringem Wirkstoffgehalt (0,5 mg/ml für Kinder oder 0,025 mg/ml für Säuglinge) zurückgreifen. Da sich der Körper hauptsächlich im Schlaf regeneriert, ist diese Vorgehens weise wahrscheinlich der ideale Weg für die Meisten, mit dem Nasenspray „Schluss zu machen“.
Alternativen
Es gibt auch Nasensprays, die dabei helfen können, strapazierte Nasenschleimhäute geschmeidig zu halten oder sogar zu reparieren. Isotonische Kochsalzlösungen, auch gerne kombiniert mit dem Wirkstoff Dexpanthenol, sind hier die Mittel der Wahl.
Ein weiterer Ansatz ist die Verwendung ätherischer Öle. Auch diese wirken abschwellend auf die Nasenschleimhäute, der Effekt ist aber kaum mit dem der Standard-Nasensprays vergleichbar.
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