Muskelkrämpfe
Wer viel Sport macht, kennt das Problem: besonders nachts wacht man plötzlich mit einem extrem schmerzhaften Wadenkrampf auf. Dieser dauert aber zum Glück nur ein paar Minuten an und hinterlässt auch keine langanhaltenden Schmerzen. Aber wie kommt es zu diesen Symptomen, wenn man doch vor dem Sport mit Dehn- und Aufwärmübungen vermeintlich alles richtig gemacht hat?
Wie entsteht so ein Muskelkrampf eigentlich?
Wie so oft können Muskelkrämpfe verschiedene Gründe haben. In den meisten Fällen sind sie ungefährlich und haben Ihre Ursache in einer Fehlbelastung der betroffenen Muskelpartien. Diese Fehlbelastungen können durch eine Über- aber auch durch eine Unterforderung des Muskelgewebes entstehen. Kommen dann noch Flüssigkeitsmangel oder ein Mangel an bestimmten Vitaminen oder Mineralstoffen dazu, ist die Antwort des Organismus meist ein krampfartiges Zusammenziehen der gesamten Muskelpartie.
Flüssigkeits- und Vitaminmangel
Wer viel Sport treibt, schwitzt im besten Falle auch entsprechend viel. Schweiß transportiert aber immer auch wichtige Mineralstoffe aus dem Körper, weswegen eine ausreichende Versorgung mit Wasser vor, während und nach der Sporteinheit unabdingbar ist. Leider reagiert der Körper sehr schnell auf ein unausgewogenes Gleichgewicht im Mineralstoffhaushalt, weswegen sich eine zusätzliche Einnahme von Mineralstoffen nach dem Sport empfiehlt.
Der Muskel
So ein Muskel ist schon eine faszinierende Erfindung der Natur. Praktisch jede Funktion unseres Körpers wird durch irgendeinen Muskel ausgelöst und gesteuert. Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen drei Muskelarten:
Skelettmuskulatur
Wie der Name schon vermuten lässt, sind diese Muskeln für die Steuerung des Bewegungsapparates zuständig. Sie können willkürlich aktiviert werden und sind somit auch stark gefährdet für Krämpfe, Dehnungen oder gar Faserrisse, wenn sie einer Fehlbelastung ausgesetzt werden.
Herzmuskulatur
Im Gegensatz zur Skelettmuskulatur, besitzt der Herzmuskel eine völlig autarke Steuereinheit, welche nicht willentlich beeinflusst werden kann. Faszinierend hier: Ein Herzmuskel kann nicht krampfen!
Glatte Muskulatur
Die glatte Muskulatur wird direkt vom vegetativen Nervensystem gesteuert und kann ebenfalls nicht willentlich beeinflusst werden. Anders als der Herzmuskel kann die glatte Muskulatur sehr schmerzhaft verkrampfen. Ein Beispiel für die glatte Muskulatur ist der Darm.
Verschiedene Ursachen für Muskelkrämpfe
Wie eingangs schon erwähnt, liegt bei Sportlern der Grund für einen Muskelkrampf meist in einer Überanspruchung der Muskelpartien, gepaart mit Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust. Es gibt aber auch noch andere Gründe für schmerzhaften Muskelkontraktionen.
Das Alter
Gerade im fortgeschrittenen Alter leiden viele Menschen unter starken Wadenkrämpfen. Der Grund liegt hier ebenfalls in einer mangelnden Flüssigkeitsversorgung, denn im Alter lässt das Durstgefühl stark nach. Auch durch eine gestörte (einseitige) Nahrungsaufnahme kann der Mineralstoffhaushalt des Körpers über die Jahre stark geschädigt werden. Zudem kann es durch hormonelle Veränderungen (Wechseljahre bei der Frau), Durchblutungsstörungen oder durch Nebenwirkungen bei Medikamenteneinnahme dazu kommen, dass der empfindliche Mineralstoffhaushalt des Körpers nachhaltig aus dem Gleichgewicht gerät.
Schwangerschaft
Durch die hormonelle Veränderung während der Schwangerschaft, kommt es bei Frauen regelmäßig zum Ungleichgewicht im Wasser- und Mineralstoffhaushalt. Besonders in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft ist mit einem erhöhten Bedarf an Magnesium zu rechnen. Wird hier nicht im Vorfeld für eine ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff gesorgt, sind die nächtlichen Wadenkrämpfe praktisch vorprogrammiert.
Krankheiten als Auslöser von Muskelkrämpfen
Krämpfe haben also meistens etwas mit einem Ungleichgewicht im Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt des Körpers zu tun. So ist es also durchaus nachvollziehbar, dass auch Krankheiten als Ursache für einen Muskelkrampf gelten können. Hierzu zählen Fieber, Durchfall, Erbrechen, Nierenkrankheiten oder Alkoholismus.
Muskel- und Nervenkrankheiten als Auslöser
In sehr seltenen Fällen kann es durch eine erbliche Krankheit zu starken Muskelkrämpfen kommen. Diese Erkrankungen sind aber schon in frühster Kindheit erkennbar. In diesem Fall spricht man von Myopathien, die alle Muskel der Skelettmuskulatur befallen können.
Liegen die Auslöser der Verkrampfung allerdings eher im Bereich einer Nervenschädigung, spricht man von einer Neuropathie. Die Verkrampfungen können nach bestimmten Mustern regelmäßig wiederkehren, was auf eine Schädigung der Nerven im Hirn oder Rückenmark schließen lässt.
Aber keine Angst. Diese Erkrankungen sind wirklich sehr selten und können im Ernstfall gut durch einen Arzt erkannt und auch unter Kontrolle gebracht werden.
Muskelkrämpfe – muss ich zum Arzt?
Wenn Sie Muskelkrämpfe regelmäßig belästigen, die sogar minutenlang andauern und sich nicht durch Dehnübungen lösen lassen, sollten Sie vielleicht doch lieber mal Ihren Hausarzt konsultieren. Sollten sich Lähmungserscheinungen und starke Schmerzen zu den Krämpfen gesellen, ist ein Besuch beim Hausarzt allerdings sehr dringend empfohlen.
Hilfe aus der Widukind-Apotheke Uelzen
Neben einer ausreichenden Versorgung mit Flüssigkeit (egal ob Sie sportlich aktiv sind oder eben nicht), können Sie gezielt mit hoch dosierten Magnesiumpräparaten dafür sorgen, dass Ihnen die nächtlichen Schmerzattacken erspart bleiben. Ein Erwachsener braucht täglich zwischen 300 und 400 mg Magnesium, achten Sie also speziell auf den Magnesiumgehalt Ihres Wahlpräparates.
Achtung: in den meisten Fällen wird auf den Verpackungen im Supermarkt oder in der Drogerie die Menge des enthaltenen Magnesiumsalzes angegeben! Da dieses sich aus zwei Teilen zusammensetzt, ist der eigentliche Gehalt an reinem Magnesium oft um ein Vielfaches geringer. Magnesiumpräparate aus der Apotheke (z. B. Magnesium Verla® oder Biolectra®) weisen explizit die Menge an reinem Magnesium aus.
Hier noch ein Tipp von uns
Wir empfehlen unseren Kunden, Magnesiumpräparate immer mit einer großen Menge Wasser einzunehmen. Die gängigsten Magnesiumpräparate gibt es als Tablette, als Kapsel, als Pulver oder als Brausetablette zum Auflösen in Wasser. Trinken ist wichtig! Kombinieren Sie doch also einfach die Magnesiumaufnahme mit einem großen Schluck Wasser.
Entgegen weitläufiger Meinungen kann man Magnesium nicht gezielt überdosieren. Der Körper führt im Normalfall das nicht benötigte Magnesium einfach wieder aus dem Körper aus. Es sei der Vollständigkeit halber jedoch erwähnt, dass es durchaus seltene Krankheiten gibt, die ein Ausschwemmen des nicht benötigten Magnesiums behindern können. Hier kann es im Ernstfall zu Kreislauf- oder Verdauungsproblemen kommen.
Wir beraten Sie gerne!
Haben Sie noch Fragen rund um das Thema Muskelkrämpfe oder anderen Themen rund um Ihre Gesundheit? Gar kein Problem! Kommen Sie gerne zu uns in die Apotheke, und wir beraten Sie kompetent und allumfassend. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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